Dämonenkiller

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Die Serie

Das Konzept des Dämonenkillers Dorian Hunter wurde von Ernst Vlcek (Paul Wolf) und Kurt Luif (Neal Davenport) erdacht. In der Zeit seines Bestehens war er der wohl erfolgreichste aller Gruselromanhelden. Das lag nicht zuletzt an seinem anspruchsvollen und durchdachten Konzept, denn von Angang an war die Serie hauptsächlich zyklisch angelegt, auch wenn zunächst nur 12 Teile als Subserie für den Vampir-Horror-Roman geben sollte.

Durch den großen Erfolg wurden schnell bahnbrechende Erweiterungen ausgearbeitet. Als diesbezüglicher Markstein kann Der Folterknecht (VHR 59) gelten, der in der Dorian-Hunter-Serie die Nr 10 trägt.

Dorian Hunter ist dabei äußerst facettenreich angelegt, eine streitbare Persönlichkeit, die teilweise selbst Dämonenblut in sich trägt (schließlich ist er einer der Söhne Asmodis) und schon mehrfach gelebt hat, was uns Leser immer wieder in die Vergangenheit führt. Es sind gerade diese Vergangenheitsabenteuer, die einen Teil des besonderen Charmes der Serie ausmachen. Später stießen dann weitere Autoren zu Serie dazu, und am 22.10.1974 bekam der DKi nach 17 Romanen im VHR zum ersten Mal seine eigene Serie.

Nirgendwo sonst hatte eine Mischung aus bundesdeutscher Zensur und fragwürdiger Verlagsentscheidungen einer unglaublich erfolgreichen Heftromanserie derart das Genick brechen können. Dass es der Dämonenkiller in der heutigen Zeit nach einem fesselnden Auf und Ab noch einmal in eine eigene Heftromanserie geschafft hat, ist vermutlich eines der größten Wunder des sogenannten "Groschenromans".

Das Aus für den Dämonenkiller kam durch die Beanstandung der unrühmlichen "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" der Nummern 115 Die Todesschwelle und 121 Das zweite Gesicht. Das ging so weit, dass plötzlich auch rückwirkend Romane ins Visier genommen wurden. Die Gründe waren äußerst dubios und führten zu einer Dauerindizierung, weshalb die Serie mit Band 143 am 17.05.1977 eingestellt wurde.

Nach einer - aus Sicht vieler Fans - ärgerlichen Zweitauflage, die von 1983 - 1986 lief und aus Nachdrucken, stark überarbeiteten Fassungen und Ersatzromanen neben Neuromanen bestand, fiel der DäKi dem allgemeinen Seriensterben zum Opfer.

1994 gründete sich der Zaubermond-Verlag eigens zu dem Zweck, die Serien Larry Brent und Dämonenkiller wieder aufzunehmen. Das geschah zunächst in verschiedenen Hardcover-Ausgaben.

Seit September 2018 gibt der Bastei-Verlag in Zusammenarbeit mit dem Zaubermond die Heftreihe Dorian Hunter heraus, der seit die Spin-Off-Serie Das Haus Zamis zur Seite gestellt wird.

Die Figur

Der 29-jährige Engländer Dorian Hunter fährt mit seiner Frau Lilian Hunter an die jugoslawische Grenze und erreicht das Schloss der dämonischen Gräfin Anastasia von Lethian. Er und acht weitere Männer - die er bereits auf der Reise kennen gelernt hat - erfahren, dass sie Söhne der Gräfin sind. Ihr Vater ist Asmodi, der Fürst der Finsternis (Hier ist darauf zu achten, dass Asmodi in vielen anderen Serien eine gänzlich andere Figur ist). Er herrscht über Die Schwarze Familie, einer der Mafia ähnlichen Vereinigung von Dämonen.

Abgesehen von Dorian nehmen die Söhne diese Nachrichten begeistert auf. Dorian versucht mit seiner Frau zu fliehen. Lilian Hunter verliert durch die Begegnung mit den Dämonen den Verstand. Anastasia von Lethian muss nach den magischen Gesetzen sterben, da sich einer ihrer Söhne von ihr abgewendet hat. Dorian und Lilian gelingt die Flucht, das Schloss brennt nieder.

In Wien, wo Lilian ärztlich behandelt wird, trifft Dorian die junge Hexe Coco Zamis. Die Beiden verlieben sich ineinander und Coco entsagt der Schwarzen Familie. In London bekommt Dorian Kontakt zum Secret Service, dem britischen Geheimdienst. Eine Jugendstilvilla wird die Zentrale beim Kampf gegen die Schwarze Familie. Dabei werden auch die ersten tragenden Personen der "Dämonenkiller"-Serie eingeführt: Trevor Sullivan, Martha Pickford, Phillip Hayward und der spätere "Puppenmann" Donald Chapman.

Der Secret Service zieht sich nach relativ kurzem Engagement wieder aus der Dämonenbekämpfung zurück. Dorian und seine Freunde führen diese Aufgabe - mit finanzieller Unterstützung des Millionärs Jeff Parker - allein fort. Dorian Hunter erinnert sich daran, dass er im 15. Jahrhundert als Baron Nicolas de Conde gelebt hat. Damals ging er einen Pakt mit dem Dämon Asmodi dem Ersten ein, um das ewige Leben zu erhalten. Als Konsequenz daraus fanden seine Frau und seine Kinder den Tod. Durch den Hass auf die Schwarzblüter entwickelte sich Nicolas de Conde zum "Dämonenkiller", der jeweils nach seinem eigenen Tod in einem neuen Körper wiedergeboren wurde.

In seinem jetzigen Leben als Dorian Hunter erinnert er sich nach und nach an seine verschiedenen "Vergangenheitsabenteuer", die in der Serie geschildert und mit der Gegenwart verwoben werden. Dabei treten interessante Personen auf, wie das Alraunenwesen Hekate, der janusköpfige Dämon Olivaro oder der legendäre Doktor Faustus. Die Autoren entschlossen sich dazu, mit dem Castillo Basajaun einen neuen Handlungsmittelpunkt und mehrere neue Charaktere in die Serie einzuführen. Eine wichtige Rolle in der Dämonenkiller-Serie spielen auch die Begebenheiten um den sagenumwobenen Hermes Trismegistos, dessen Vermächtnis Dorian für eine Weile antritt. Zuvor erwacht der "Cro-Magnon" Unga aus seinem magischen Tiefschlaf und wird zu einem wichtigen Freund und Verbündeten für Dorian.

Die Inkarnationen Dorian Hunters

Spin-Offs

Neben dem bereits erwähnten Spin-Off Das Haus Zamis, gibt es die beiden eigenständigen Bücher des Hexenhammer aus der Feder von Uwe Voehl, der mittlerweile zwei Bände umfasst und parallel zum Buch auch als atmosphärisches Hörbuch präsentiert wurde. Folgende Titel sind bisher erschienen:

Die Handlung des ersten Buches führt die Ereignisse aus dem Heft Der Folterknecht fort uns spinnt sie weiter. Wir begegnen Baron Nicolas de Conde, einer früheren Inkarnation Dorians, der einen Pakt mit Asmodi schließt. In diesem Buch ruft er Asmodi jedoch ein weiteres Mal an.

Die Hefte der dritten Auflage im Bastei-Verlag (Dorian Hunter)